Seeth in Stapelholm
Stapelholm ist eine lang gestreckte Geestkuppe (Endmoräne eines eiszeitlichen Gletschers), die sich aus den weiten Niederungen der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge erhebt und der Landschaft ihren Namen gibt.
Zunächst lebten hier Fischer und Jäger, später vor allem Bauern. Holz zum Bau der Häuser fand sich genug in den ehemals großen Eichen- und Buchenwäldern der Frühzeit, sowie Reet an den Rändern der Flüsse und Moore.
Dornebüll war eine in den Treenemarschen südlich von Schwabstedt gelegene Siedlung, welche in einer Sturmflut im Jahre 1436 samt seiner Johanniskirche unterging. Die Bewohner gründeten daraufhin weiter südlich auf dem westlichen Ende der Geestkuppe die Ortschaft Seeth.
Das Dorf Seeth mit seinen ca. 650 Einwohnern ist geprägt von ehemaligen Hofanlagen aus gelbem oder rotem Backstein. Etwa 40 Häuser sind mit Reet gedeckt. Davon stehen 21 unter Denkmalschutz. Nur in Seeth sind noch heute alle drei regionaltypischen Hausformen ländlicher Bauweise zu finden: Das Niedersächsische Fachhallenhaus, ein Haubarg und das Jütische Querdielenhaus.
3 Haustypen prägen das Seether Ortsbild
Niedersächsisches Fachhallenhaus
Fachwerkbau mit stirnseitigem Lohtor. Dahinter führt ein Gang durch Stallungen bis zur offenen Feuerstelle,
hinter der sich der Wohnteil anschließt.


Jütisches Querdielenhaus
Die Lohdiele teilt das Langhaus in Wohn- und Wirtschaftsbereich.


Haubarg
Im Zentrum des Hauses befindet sich der „Vierkant“. Darin wird das Heu weit in die Höhe gestapelt.
Rings um diesen Bereich sind Stallungen und Wohnräume angeordnet.

